Mittwoch, 31. August 2011
Ordnungs(wahn)sinn
Ich wage einen erneuten Versuch... Dies sollte ursprünglich mein erster Eintrag werden. Als ich ihn jedoch veröffentlichen wollte, war er einfach weg, weil ich aus Gründen (der Zeit nehme ich an) ausgeloggt worden war. Deswegen sind jetzt noch zwei andere Einträge diesem hier zuvorgekommen und deswegen verfasse ich das hier jetzt mit OpenOffice. Den Fehler mach ich nicht nochmal, bin ja kein kleiner Dummer (manch einer, der mich kennt, mag jetzt vielleicht einwenden, dass mir genau das schon X mal beim Nachrichtenschreiben auf einer einschlägigen Studenten-Social-Network-Seite passiert ist... jaaa, das mag sein, aber das hier is ja was ganz anderes! Außerdem nutze ich diese Seite gar nicht mehr... pfff).

Der Eintrag handelt jedenfalls von Ordnung. Von meiner Ordnungsliebe um genau zu sein. Wer mich kennt, wird lachen und denken: „Haha, sie und Ordnung. Süß.“ Dabei meine ich nicht diese Ich-räume-alles-auf-bis-es-ordentlich-hier-ist-Ordnung (obwohl ich die manchmal gerne hätte), sondern diese Ich-strukturiere-alles-was-ich-finde-Ordnung. Da fahr ich voll drauf ab. Ich weiß auch nicht wieso, aber Struktur und System machen mich happy.

Das fängt an bei Listen, ich liebe Listen! Ich weiß, dass das momentan irgendwie trendig ist oder so, aber ich mache trotzdem welche. To-Do- Listen (wovon ich dann in der geplanten Zeit nur die Hälfte schaffe), Einkaufslisten (wovon ich die Hälfte vergesse, aber dafür andern Quatsch kaufe, den ich eigentlich nicht zwingend brauche. Diese nahtlose Unterwäsche ist aber wirklich guuut! :P) , Geschenkelisten (nicht, was ich bekommen habe, sondern wem ich was schenken möchte) und Einladungslisten (stehen eh immer die selben Personen drauf, das Aufschreiben macht es nur irgendwie greifbarer). Oder auch diese Listen, wo ich draufschreibe, was ich noch alles aufräumen muss (z.B. Schreibtisch, Boden, Regal 1 etc.), das habe ich schon als Kind gemacht, weil ich mich so gefreut hab, was wegzustreichen. Am wichtigsten an der ganzen Listensache ist eigentlich eh das Abhaken. Wie gut man sich fühlt, wenn man da eine schöne lange Liste vor sich hat, mit hübschen quadratischen Kästchen neben jedem Objekt. Und diese Kästchen sind abgehakt. Man hat was geschafft. Man schafft ja sonst nix...

Diese Ordnungsliebe äußert sich auch in meiner mannigfaltigen Sammlung an Boxen jeder Art und Größe. Dabei müssen diese aber grundsätzlich schon zusammenpassen, damit das Gesamtbild auch stimmt. Diese Boxen werden dann mit diversen Dingen befüllt (z.B. Geschenkbänder, Acrylfarben, Werkzeug) und sofern dafür vorgesehene Halterungen vorhanden sind, auch gelabelt. Von manchen Dingen habe ich zu wenig, als dass sich eine eigene Kiste dafür rentieren würde, diese kommen dann gemeinsam in Kisten, die ich mit „Kram“ beschrifte. Meine Schminksachenkiste heißt auch „Kram“, weil ich mir sonst so tussig vorkomme. Auf meiner Kiste mit Theaterschminke, steht wiederum „Schminke“, ich weiß ja, dass der Inhalt nicht tussig ist. Auch meine Stifte sind nach Art sortiert (Kugelschreiber, Bleistifte, Filzstifte etc.), so dass ich sie schnell und einfach wiederfinde und meine Fotos stapeln sich je nach Motiv in unterschiedlichen Fototaschen.

Zu den "Kram"-Kisten möchte ich noch kurz eine Anekdote einfügen. Als ich mein WG-Zimmer mit meinem Boxensystem ausgestattet und ebenjenes schön mit Versalien beschriftet hatte, sah meine (mittlerweile) ehemalige Mitbewohnerin, mit der ich mich ach-so-gut verstand in mein Zimmer und meinte zu den Kisten: "Ist da nicht überall Kram drin?" SLAP! Neeeeein, da ist nicht überall Kram drin. Mir ist allerdings klar, dass das jemand, der seine Uniliteratur zwischen Tintenherz und Pride and Prejudice stehen hat, nicht nachvollziehen kann (dafür war sie ein pedantischer Verfechter der Ich-räume-alles-auf-bis-es-ordentlich-hier-ist-Ordnung, was mich grundsätzlich nicht gestört hätte, wenn sie nicht in meinem Küchenschrankfach rumgeräumt hätte, wo natürlich bis zu jenem Zeitpunkt die Ich-strukturiere-alles-was-ich-finde-Ordnung geherrscht hatte).

Im Gegensatz zu besagter Person, sortiere ich außerdem meine Bücher in den Regalen (nach Sprache, Genre und Band), meine DVDs (nach Genre und Staffel bzw. Teil) und natürlich meine CDs (alphabetisch nach Interpreten, bei Künstlern mit mehreren Alben sind diese nach der Reihenfolge ihres Erscheinens sortiert).

Nun noch zum dritten und vielleicht beknacktesten Aspekt meiner Ordnungsliebe. Ich sortiere wahllos Dinge, z.B. wenn ich Siedler spiele... es passiert unbewusst. Ehe ich es richtig merke, liegen die Straßenhölzchen akkurat nebeneinander und Siedlungen, Städte und die weiteren Teile stehen alle richtig herum in Reih und Glied. Ich weiß nicht warum, aber ich mag das so lieber. Vielleicht weil ich so schneller im Blick habe, was ich noch zur Verfügung habe. Ich mag es aber auch so eine Ordnung herzustellen bei willkürlich herumliegenden Stiften oder Besteck (ja, ich erkenne mich auch in Dolores Umbridge im 5. HP-Film wieder, als sie den einen Bleistift mit dem kleinen Finger geraderückt). Auch als Kind habe ich schon meine Stifte nach Regenbogenfarben oder Bleistiftstärke sortiert in mein Mäppchen oder die Stiftehüllen gesteckt (ist also keine Marotte, die erst mit dem Alter kam ;)).

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich mag Ordnung! Ich mag sogar auch die Ich-räume-alles-auf-bis-es-ordentlich-hier-ist-Ordnung. Leider, leider bin ich viel zu faul dafür. Aber manchmal... ja manchmal schaffe ich sogar das und dann habe ich wieder Platz und kann neue Kategorien für mein Inventar finden, um es aus den Boxen zu holen und umzusortieren. Yay me!

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30. August 2011
Eigentlich wollte ich hiermit anfangen, nachdem ich meinen ersten Post geschrieben hatte, der war dann ja leider weg. Nichtsdestotrotz, mache ich das hier...

Gesehen: rot und schwarz abwechselnd (beim Gedanken an meine Bachelorarbeit).
Getan: diesen Blog angefangen.
Gehört: das Rauschen in meinen Ohren (dank Ohropax).
Gelesen: Dinge über Hans Bobek und Vidal de la Blache.
Geklickt: viel zu viel, während ich prokrastinierte.
Gedacht: muss lesen, muss schreiben, muss arbeiten!
Geärgert: als mein erster Post einfach weg war. grmpf. Nicht zu vergessen, dass mein Betreuer mich erst nächste Woche Mittwoch treffen kann statt diesen Freitag, wie von mir geplant.
Gefreut: dass Felis meinen Brief erhalten hat.
Geschafft: leider nicht so viel.
Gekauft: nix (oh Wunder).
Gewünscht: den aktuellen Teil meiner Arbeit schon fertig zu haben.
Geplant: den aktuellen Teil meiner Arbeit morgen fertig zu haben.
Getrennt: zwei Blätter Klopapier, wozwischen ich eine Ringelblume pressen wollte. Das Klopapier war angeschimmelt.

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Grrrrr...
Ich schrieb gerade einen ellenlangen Eintrag, nur um nach dem Klicken des Buttons "Veröffentlichen" festzustellen, dass ich mittlerweile automatisch ausgeloggt worden war.
Ich bin innerlich explodiert. Oder sagen wir implodiert. Es war wie so ein bombastisches Kartenhaus, über das man sich mega freut und dann macht man selbst die Tür auf, ums jemandem zu zeigen und wuuuuuuusch, ist es umgefallen. Man macht die Tür wieder zu und springt erstma mit Anlauf auf die Karten und trampelt dann 30 Sekunden hysterisch lachend darauf herum, um dann heulend zusammenzusinken und die Karten zum Teufel zu wünschen.
Ich will aber mal nicht so sein und das unter Ich-muss-das-noch-lernen verbuchen, damit ich nicht so demotiviert bin und denke: Kacke, bist du hohl, das schreibst du net nochmal. Eigentlich müsste ichs ja nicht nochmal schreiben. Aber irgendwie fehlt mir der Eintrag sonst, also werde ich mich nochma dran setzen...

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(Un)sinn dieses Blogs
Damit von vornherein die Erwartungen nicht zu hoch geschraubt werden, möchte ich hier kurz was zu den Beweggründen sagen, die mich dazu bewogen haben, diesen Blog zu starten (ja, ich sage DER Blog und nicht DAS Blog, mir ist Wurst, was andere Leute dazu sagen) und zum Sinn, den der Blog vielleicht erfüllt.

Grundsätzlich kann ich sagen, dass ich weder toll und ausgefeilt schreiben kann (dass ich das auch nicht möchte, wäre aber gelogen) noch jemals den Plan hatte, einen Blog zu haben. Es kam nun doch dazu, weil ich mir vorgestern Abend überlegt habe, dass ich eigentlich viel zu viel Rede und meistens den Leuten alles vier Mal erzähle. Andere Sachen vergesse ich wiederum, weil ich dachte, ich hätte sie schon erzählt. Der Blog soll also im Prinzip einfach dazu dienen, ein wenig Ordnung in mein verworrenes Oberstübchen zu bringen. So dass ich mir meinen Quatsch besser merken kann und dass andere zumindest teilweise nachvollziehen können, worüber ich mir Gedanken mache.

Sinn macht der Blog also eigentlich nur für mich und ganz vielleicht auch ein klitzekleines bisschen für Leute, die mich kennen und für andere Leute eigentlich garnicht. Wer an verschriftlichtem Käse aus meinem Hirn interessiert ist, darf gerne lesen, wenn nicht, darf mans auch sein lassen.

Also dann, holdrio auf dass ich regelmäßig schreibe (haha)!

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